Interkulturelle Wetterau

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Beitrag zur Integration - Flüchtlingskinder musizieren

von links: Die beiden Zwillinge Hassan und Hussein (zwölf Jahre), Anfa, (elf Jahre) und Aland (elf Jahre). Die Jungs kommen aus Syrien, Anfa kommt aus Somalia. Im Hintergrund von links: Vincent Rocher, Gitarrenlehrer und Fachbereichskoordinator Gitarre an der Musikschule Friedberg, Michael Eberhardt, Leiter der Musikschule Friedberg, und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch in der Adolf-Reichwein-Schule Friedberg.

Musik öffnet nicht nur Herzen, sondern überwindet auch Grenzen. Mit wenig Geld viel erreichen, indem man verschiedene Programme zusammenführt, das schafft die Musikschule Friedberg mit ihrer Gitarrenklasse für Flüchtlingskinder. Der Wetteraukreis hat mit einem Zuschuss die notwendigen Musikinstrumente finanziert. Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch hat sich jetzt ein eigenes Bild darüber gemacht, wie das Geld verwendet wird.

A-Moll oder C-Dur, drei Finger auf dem zweiten Steg verteilen oder doch noch den ersten Steg dazu, die elfjährige Anfa ist etwas verwirrt, aber Vincent Rocher, Lehrer und Fachbereichskoordinator Gitarre an der Musikschule Friedberg, macht es ihr mit Engelsgeduld noch einmal vor. Irgendwann geht es dann ohne nachzudenken und die Musik gewinnt die Oberhand über das Denken. Kinder aus Flüchtlingsfamilien lernen Gitarre. Die Instrumente hat die Musikschule Friedberg mit Unterstützung des Wetteraukreises gekauft.

„Den Unterricht finanzieren wir mit Geldern des Bundesprogramms ‚Kultur macht stark‘. Neben dem Unterricht mit den Flüchtlingskindern haben wir noch drei andere Projekte in Friedberg, ein weiteres an der Adolf-Reichwein-Schule, eines an der Johannes-Vatter-Schule für Hörgeschädigte und eines an der Grundschule in Ockstadt. Wir wollen damit vor allem Kinder erreichen, die sich Musikunterricht von Haus aus nicht leisten könnten und sie auf diesem Weg zur Musik heranführen“, berichtet Michael Eberhardt, Leiter der Musikschule Friedberg.

Sozialdezernentin Becker-Bösch ist angetan von dem Projekt. „Mit dem Musikunterricht eröffnen wir Flüchtlingskindern nicht nur einen Zugang zur Musik, sondern leisten auch einen Beitrag zur Integration und Teilhabe an unserer Gesellschaft. Gerade das gemeinsame Musizieren mit anderen und Gleichgesinnten eröffnet neue Wege, schafft Vertrauen und das Gefühl, gemeinsam etwas erreichen zu können, ganz unabhängig von der Herkunft und der Sprache.“

veröffentlicht am: 21.11.2017

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