Interkulturelle Wetterau

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Ausstellung geflüchteter Frauen eröffnet

Freuen sich über die Eröffnung der Ausstellung (von links nach rechts): Heidi Nitschke – Geschäftsführerin RDW, Hanne Battenhausen - Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, Samira Idrisu – Kunstverein Bad Vilbel, Michael Unterstab - Fachstelle Migration, Vroni Bleymehl – Pädagogische Leitung RDW, Petra Elsenheimer RDW.

Landrat Jan Weckler hat am heutigen Montag (1. Oktober) im Friedberger Kreishaus eine Ausstellung mit Werken von geflüchteten Frauen eröffnet. Sie ist noch bis zum 18. Oktober zu sehen.

Rund 40 Prozent aller Geflüchteten im Wetteraukreis sind Frauen. Sie kommen meist aus dem Iran, Somalia, Afghanistan oder Syrien. In ihrer Heimat haben sie keine Chance auf Bildung oder ein selbstbestimmtes Leben. Einige von ihnen  nahmen an einem  Kunstprojekt des RDW (Regionale Dienstleistungen Wetterau), des Fachdienstes Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises sowie des Vereins Kunstoase Bad Vilbel teil und lernten dort Vergangenes und neue Erlebnisse auszudrücken. Die Idee dahinter war es, Frauen einen anderen Zugang zu der neuen Umgebung zu verschaffen und einen Raum zu bieten, in dem ihre Sorgen und Nöte für ein paar Stunden in den Hintergrund treten und neue Kontakte geknüpft werden können.

„Geflüchtete Frauen haben es noch schwerer als Männer, sich in einem neuen Land zurechtzufinden. Eine höhere Schulausbildung oder gar Lesen und Schreiben blieb ihnen oftmals in ihren Heimatländern verwehrt. Das Kunstprojekt ermöglichte den jungen geflüchteten Frauen, sich ausschließlich mit Frauen über das Erleben ihrer aktuellen Situation auszutauschen und sich kreativ auszudrücken“, erläuterte Landrat Jan Weckler.

Das Projekt wurde von Samira Idrisu und Andre Bolanios, vom Kunstverein Bad Vilbel, geleitet und fand im vergangenen Jahr in den Räumlichkeiten des Kunstvereins statt. Den Frauen wurde der Umgang mit Farbe, das Malen und Versuche im Zeichnen vermittelt.

Zur Vorbereitung des Kurses erkundeten die Frauen mit dem Fahrrad die Gegend und stellten das Gesehene anschließend in Portraits, Collagen, Landschaften oder mit Hilfe von Gegenständen dar. Das Kunstprojekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Die Ausstellung „Auf dem Weg von hier nach dort“ ist noch bis zum 18. Oktober 2018, im Foyer des Friedberger Kreishauses, während der Öffnungszeiten, montags bis mittwochs, von 7:30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr, zu sehen.

veröffentlicht am: 01.10.2018

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