Interkulturelle Wetterau

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Menschen in Bewegung - Ausstellung im Kreishaus

Mit der Ausstellung "Menschen in Bewegung" hat Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch die Internationalen Wochen gegen Rassismus eröffnet. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung kamen zur Ausstellungseröffnung.

Die internationalen Wochen gegen Rassismus finden dieses Jahr in der Zeit von 12. bis 25. März statt. Aus diesem Anlass wird im Projekt Öffnet externen Link in neuem FensterDemokratie - leben! die Wanderausstellung des Landesbüros Hessen der Friedrich-Ebert-Stiftung gezeigt.

„Demokratie beginnt im Kleinen, mit dem Engagement von jedem und jeder Einzelnen. Durch Demokratieförderung kann dieses Engagement gestärkt und zu etwas Großem werden. Die Ausstellung wird zum Nachdenken und zum Diskutieren anregen. Ich freue mich sehr, dass wir die Ausstellung im Wetteraukreis zeigen können“, so Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus werden in Deutschland seit 1994 durchgeführt. Kommunen, Schulen und Organisationen veranstalten bundesweit Aktionen um auf die Themen Diskriminierung, Rassismus und Ausgrenzung aufmerksam zu machen. Die Ausstellung „Menschen in Bewegung“ illustriert verschiedene Formen und Ursachen von Migration, denn historisch gesehen ist Migration nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Migration hat viele Gesichter – in Deutschland, wie auch weltweit.

Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch eröffnete die Ausstellung am heutigen Montag (12. März) im Foyer des Kreishauses in Friedberg. Die Ausstellung “Menschen in Bewegung“ ist noch bis zum 25. März während der Öffnungszeiten, montags bis mittwochs, von 7:30 bis 16 Uhr, donnerstags bis 18 Uhr und freitags bis 12:30 Uhr, zu sehen.

Hintergrund

Am 21. März 1960 demonstrierten rund 20.000 Menschen im südafrikanischen Sharpeville friedlich gegen die diskriminierenden Passgesetze des damaligen Apartheid-Regimes. Die Polizei erschoss bei den Protesten 69 Demonstranten, mindestens 180 wurden verletzt. Dieses Blutbad ging als Massaker von Sharpeville in die Geschichte ein.

1966 rief die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 21. März zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung aus. Rassistische Diskriminierung und Apartheid, so heißt es in der Resolution, seien eine Verleugnung der Menschenrechte und fundamentaler Freiheiten und Gerechtigkeit sowie ein Vergehen an der Menschenwürde.

1979 wurde dieser Gedenktag durch die Einladung der Vereinten Nationen an ihre Mitgliedsstaaten ergänzt, eine alljährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus zu organisieren.

2014 wurde durch den Interkulturellen Rat die Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus eingerichtet. Seit 2016 plant und koordiniert sie die jährlichen UN-Wochen gegen Rassismus. Zusätzlich führt die Stiftung Modellprojekte durch, die das Ziel haben, zur Überwindung von Antisemitismus, Antiziganismus, antimuslimischem Rassismus oder Rassismus gegenüber Menschen anderer Hautfarbe und Flüchtlingen beizutragen.

veröffentlicht am: 12.03.2018

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